malika2_PIUSUTOMIEKPEIAFPGettyImages_handicappedwelderworking Pius Utomi Ekpei/AFP/Getty Images

Gute Arbeitsplätze für behinderte Arbeitnehmer

NAIROBI – Ein Arbeitsplatz bedeutet mehr als nur einen Gehaltsscheck. Er verleiht persönliche Unabhängigkeit, sozialen Status und das Selbstwertgefühl, das diese Vorteile mit sich bringen. Für Menschen mit Behinderungen sind diese Vorzüge besonders wertvoll – und besonders schwer zugänglich.

In den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ist die Welt übereingekommen, „bis 2030 produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle zu fördern“. Für ein junges Land wie Kenia, in dem 21% der Bevölkerung zwischen 19-24 Jahre alt ist, sind Fortschritte besonders dringend erforderlich, damit es seinen Jugendüberschuss in eine demografische Dividende umwandeln kann. Ohne sich mit den einzigartigen – und gewaltigen – Herausforderungen für behinderte Arbeitnehmer auseinanderzusetzen, wird ein Erfolg allerdings nicht möglich sein, auch wenn dieser Aspekt in der SDG-Agenda nicht anerkannt worden ist.

In den Industrieländern sind 50-70% der Menschen im erwerbsfähigen Alter mit Behinderungen arbeitslos. Im Vereinigten Königreich zeigt eine Studie aus dem Jahr 2017, dass behinderte Arbeitssuchende 60% mehr Bewerbungen einreichen als ihre nicht behinderten Kollegen, bevor sie eine Stelle finden. Nur 51% der Bewerbungen von Menschen mit Behinderungen führen zu einem Vorstellungsgespräch, verglichen mit 69% bei nicht behinderten Menschen.

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