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Die Vorstellung einer Welt ohne Kapitalismus

ATHEN – Die Kapitalismusgegner hatten ein miserables Jahr. Aber der Kapitalismus auch.

Die Niederlage von Jeremy Corbyns Labour Party in Großbritannien in diesem Monat bremste den Schwung der radikalen Linken, aber insbesondere in den Vereinigten Staaten, wo die Präsidentschaftsvorwahlen anstehen, kam der Kapitalismus selbst aus unerwarteter Richtung unter Beschuss: Milliardäre, CEOs und sogar die Finanzpresse schlossen sich den Intellektuellen und Kommunalpolitikern in einer Symphonie von Beschwerden über die Brutalität, Grobheit und mangelnde Nachhaltigkeit des Renditekapitalismus an. Das Gefühl, die Unternehmen könnten „nicht so weiter machen wie bisher“, scheint jetzt sogar in die Vorstandsetagen der mächtigsten Konzerne eingezogen zu sein.

Die Ultrareichen – zumindest jene mit etwas Verstand – stehen tatsächlich immer stärker unter Druck und leiden verständlicherweise unter Schuldgefühlen. Sie fühlen sich durch die bedrückende Unsicherheit bedroht, in der die Mehrheit der Menschen versinkt. Wie Marx bereits vorhersagte, bilden sie heute eine überaus mächtige Minderheit, die sich aber als unfähig erweist, eine polarisierte Gesellschaft anzuführen, die den Besitzlosen keine ausreichende Existenz garantieren kann.

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