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Ein menschenrechtsorientierter Ansatz für globale Herausforderungen

DUBLIN – Die COVID-19-Pandemie hat die Welt für Millionen von Menschen verändert. Oder, genauer gesagt, die Pandemie hat in allen Gesellschaften tiefe Ungleichheiten hinsichtlich Rasse, Geschlecht und Klasse ans Licht gebracht – und die Unfähigkeit vieler politischer Systeme, so zu reagieren, dass die individuellen Rechte und die Würde der Menschen geschützt werden. Die Welt wird sich erst dann von der Krise erholen oder eine Chance haben, große existenzielle Bedrohungen wie den Klimawandel zu bewältigen, wenn wir dem politischen und bürgerlichen Leben wieder einen Sinn für Hoffnung geben.

Glücklicherweise existiert mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bereits ein Plan, um der Menschheit auf einen Weg nach vorn zu verhelfen. Diese Erklärung, die 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde, ist heute immer noch so relevant, wie sie es inmitten der physischen und moralischen Zerstörung des Zweiten Weltkriegs war.

Artikel Eins der Erklärung drückt mit gewaltiger Klarheit eine dauerhafte Wahrheit aus: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Um diese Vision heute umzusetzen, müssen wir die Politiker dazu bewegen, über warme Worte hinauszugehen und sich zu bedeutsamen, praktikablen und messbaren Taten zu verpflichten. Insbesondere müssen Sie eine gleichberechtigte weltweite Verteilung von COVID-19-Impfstoffen gewährleisten und den Ländern, die für die Folgen des Klimawandels am verletzlichsten sind, angemessene finanzielle Unterstützung zukommen lassen.

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