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Ziele richtig setzen

KOPENHAGEN – Am Beginn dieses Jahrhunderts einigten sich führende Politiker aus aller Welt auf die Verfolgung der Millenniumsentwicklungsziele (MEZ) der Vereinten Nationen. Das Bestreben bestand darin, das Los der am meisten benachteiligten Menschen auf diesem Planeten vor 2015 signifikant zu verbessern.

Diese Absicht war lobenswert, aber nach elf Jahren ist der Fortschritt bei der Erreichung der MEZ uneinheitlich. Da die Entscheidungsträger bereits mit ihren Überlegungen beginnen, wie es nach Auslaufen der Frist weitergehen soll, lohnt sich ein Rückblick auf die Entwicklungen. Was funktionierte, was nicht und was könnten wir besser machen?

Bei den in den MEZ formulierten Intentionen handelt es sich im Grunde um eine Liste von „Dingen, die es zu erreichen gilt“. Es gibt in fast allen Bereichen Fortschritte zu verzeichnen, aber nirgends sind diese auch nur annähernd groß genug. Es gelang uns relativ gut, sicherzustellen, dass Kinder, die 2015 das Licht der Welt erblicken, mit weniger materiellen Belastungen konfrontiert sein werden, als ihre Eltern. Aber enorme Herausforderungen und massive Ungleichheiten bestehen weiter. Wie immer sollten wir uns selbst fragen, wie wir rascheren Fortschritt sicherstellen könnten.

Die MEZ bestanden aus acht umfassenden Absichtserklärungen: die Welt beschloss, extreme Armut und Hunger zu eliminieren; Grundschulbildung für alle zur erreichen; die Gleichstellung von Mann und Frau zu fördern und Frauen zu stärken; die Kindersterblichkeit zu senken; die Müttergesundheit zu verbessern; HIV/AIDS, Malaria und andere Krankheiten zu bekämpfen; ökologische Nachhaltigkeit sicherzustellen und eine globale Entwicklungspartnerschaft zu entwickeln.