wei39_Wang Gang  CostfotoBarcroft Media via Getty Images_evergrande Wang Gang/Costfoto/Barcroft Media via Getty Images

Wie eine Evergrande-Vertrauenskrise in China zu verhindern ist

NEW YORK – Der jüngste Rückgang der wichtigsten Börsenindizes weltweit wird vielfach auf die Sorge um den hoch verschuldeten chinesischen Immobilienkonzern Evergrande zurückgeführt. Um das Vertrauen der Investoren wiederherzustellen und den wirtschaftlichen Schaden zu minimieren, müssen die chinesischen Behörden jeden Zweifel daran ausräumen, dass sie alles Notwendige tun werden, um mögliche Übertragungseffekte eines Zahlungsausfalls von Evergrande einzudämmen.

Evergrande ist auf den Bau und Verkauf von Wohnungen in chinesischen Städten der zweiten und dritten Reihe spezialisiert, versucht sich aber auch in anderen Geschäftsbereichen wie etwa der Herstellung von Elektrofahrzeugen. Die Gesamtverbindlichkeiten des Unternehmens werden auf etwa 2 Billionen Yuan (ungefähr 300 Milliarden Dollar) geschätzt, und entsprechen damit rund 2 Prozent des chinesischen BIP im Jahr 2020.

Auf der einen Seite ist das tatsächliche Finanzproblem wesentlich kleiner, als es diese Zahl vermuten lässt. Evergrande besitzt viele Sachwerte, darunter Grundstücke (eigentlich Bebauungsrechte) sowie fertiggestellte, noch nicht verkaufte Wohnungen und teilweise errichtete Wohngebäude. Nach Angaben des Unternehmens übersteigt der Wert seiner Aktiva den der Passiva.

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