The statue of Confederate Gen. Stonewall Jackson Chip Somodevilla/Getty Images

Hass durch Geschichte bekämpfen

BRÜSSEL – Nach einem Aufmarsch weißer Rassisten in Charlottesville, Virginia, bei dem die antifaschistische Aktivistin Heather Heyer getötet und viele weitere Menschen verletzt wurden, rügte US-Präsident Donald Trump in anrüchiger Weise „beide Seiten“ für die Gewalt. Indem er Neonazis mit denen, die sich ihnen entgegenstellten, gleichsetzte, hat Trump das Präsidentenamt (weiter) besudelt. Und indem er einige der Teilnehmer des Aufmarsches in Charlottesville als „ganz feine Leute“ bezeichnete, machte er sich mit bigotten Rechtsextremen weltweit gemein.

Ein paar Wochen später, während Hurrikan Harvey auf Texas niederging, begnadigte Trump Joe Arpaio, den ehemaligen Sheriff von Maricopa County in Arizona. Arpaio war im Juli wegen Missachtung des Gerichts verurteilt worden, weil er sich der Anordnung eines Bundesrichters widersetzt hatte, das Racial Profiling in Bezug auf Latinos einzustellen. Doch aus Sicht Trumps wurde Arpaio „dafür verurteilt, dass er seinen Job gemacht hat“.

Arpaio prahlte einst, dass das Freiluftgefängnis, in dem er undokumentierte Einwanderer einsperrte, so etwas Ähnliches wie ein Konzentrationslager sei. Und er ist inzwischen ein Exponent der Tea Party und anderer fremdenfeindlicher rechter Bewegungen, die sich bei der Wahl im letzten Jahr hinter Trump stellten. Durch seine Begnadigung Arpaios hat Trump einmal mehr implizit seine Solidarität mit weißen Rassisten und Nativisten weltweit deutlich gemacht.

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