Pro-Brexit demonstrators Jack Taylor/Getty Images

Der Silberstreif eines harten Brexit

LONDON – Man vergisst leicht, dass Verteidigung und Sicherheit nicht dasselbe sind. Verteidigung ist das, worauf sich Länder bei einem Zusammenbruch ihrer Sicherheit stützen müssen. Und in Friedenszeiten geben Länder Geld für die Verteidigung aus, eben weil sie Angst um ihre Sicherheit haben.

Seit 2014 hat sich das Sicherheitsumfeld für Großbritannien und die Europäische Union rapide verschlechtert. Im März jenes Jahres marschierte Russland in der Ukraine ein und annektierte die Krim. Es war das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass eine europäische Großmacht ihre Grenzen mit Waffengewalt neu zu ziehen suchte.

Im Jahr 1994 hatte sich Russland verpflichtet, im Austausch gegen die Übergabe der Atomwaffen, die die Ukraine von der Sowjetunion geerbt hatte, die territoriale Integrität der Ukraine zu schützen. Doch ließ Russland es nicht mit der Krim bewenden; es führt seitdem im ostukrainischen Donezbecken einen niedrigschwelligen unkonventionellen Krieg gegen das Land.

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