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Gute Gründe für grüne Verbrauchsteuern

LONDON – Viele Regierungen, die einen umweltfreundlichen und integrativen Aufschwung nach der Pandemie fördern wollen, machen sich das Schlagwort von einem „besseren Wiederaufbau“ zu eigen. Bisher hat sich die Politik darauf konzentriert, die öffentlichen Ausgaben zu erhöhen, um so Herausforderungen in den Bereichen Klima- und Umwelt anzugehen und gleichzeitig Arbeitsplätze für Benachteiligte zu schaffen. Fiskalkonservative befürchten jedoch eine ansteigende Defizitwelle, die die Volkswirtschaften in Schulden ertränken und zu einer Gegenreaktion auf den Finanzmärkten führen wird.

Angesichts der noch immer herrschenden Pandemie ist es kein Wunder, dass die Politik nur sehr ungern über Steuererhöhungen spricht, um die Stimmung nicht noch weiter zu drücken. Doch der von der Politik nach eigenem Bekunden angestrebte sozial nachhaltige Wandel erfordert auch Reformen auf der Einnahmenseite.   

Im Moment dreht sich die Steuerdebatte eher um die Zusammensetzung der Steuern als um ihre Höhe. Es geht um klügere, nicht um höhere Steuern. Der springende Punkt besteht darin, von der Besteuerung der Arbeit zur Besteuerung des Ressourcenverbrauchs überzugehen. Die Politik sollte daher die Einführung progressiver Verbrauchsteuern auf ressourcenintensive Güter in Betracht ziehen.

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