Hundert Tage Knechtschaft

LONDON – Überall auf der Welt gab es diese Woche Demonstrationen, um an den 100. Tag der Gefangenschaft von mehr als 200 nigerianischen Schülerinnen durch die islamistische Extremistengruppe Boko Haram zu erinnern. Die weltweite Empörung hat seit der Verschleppung der Mädchen im April nicht nachgelassen; im Gegenteil – diese hat eine globale Bewegung zum Schutz der Grundrechte aller Mädchen ausgelöst.

Aktivisten aus Gruppen, die Kinderhochzeiten, Kinderhandel und Kinderarbeit bekämpfen, und solche, die für die Rechte von Kindern auf einen Schulbesuch frei von Einschüchterung eintreten, haben sich in den letzten Tagen zusammengetan, um die Stärke der weltweiten öffentlichen Meinung zugunsten einer Grundbildung für alle und einer Welt ohne Kindersklaverei deutlich zu machen.

Langfristig von größerer Bedeutung jedoch ist, dass nun die Mädchen selber verlangen, ihre Rechte ernst zu nehmen. So etwa in Bangladesch, wo die Bewegung zur Einrichtung kinderehefreier Zonen immer mehr Zulauf gewinnt, in Indien, wo der globale Marsch gegen Kinderarbeit seinen Ursprung hat, und in Afrika, wo derzeit in fast allen Ländern Kinderschutzvereine gegründet werden.

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