Gute Nachrichten in schlechten Zeiten

NEW YORK: In einer Zeit, in der die Schlagzeilen erfüllt sind von Finanzkrisen und Gewalt, ist es besonders wichtig, die Kreativität vieler Regierungen bei der Bekämpfung von Armut, Krankheit und Hunger anzuerkennen. Nicht nur, damit wir uns ein wenig besser fühlen, sondern vielmehr, um einer der größten weltweiten Bedrohungen überhaupt zu begegnen: dem weit verbreiteten Pessimismus, die heutigen Probleme seien zu groß, als dass wir sie lösen könnten. Das Studium erzielter Erfolge verleiht uns die Kenntnisse und die Zuversicht, um unsere Anstrengungen zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Tage zu verstärken.

Hut ab zunächst einmal vor Mexiko, das als Erstes die Idee „bedingungsgebundener Bargeldtransfers“ an arme Haushalte verfolgte. Diese Transferleistungen befähigen – und ermutigen – diese Haushalte, in die Gesundheit, Ernährung und Schulbildung ihrer Kinder zu investieren. Das von Präsident Felipe Calderón propagierte „Chancenprogramm“ Mexikos wird inzwischen in weiten Teilen Lateinamerikas kopiert. Vor kurzem verpflichteten sich auf Drängen der Sänger Shakira und Alejandro Sanz und einer von ihnen angeführten sozialen Bewegung alle lateinamerikanischen Staats- und Regierungschefs, die regionalen Programme zur Förderung der frühkindlichen Entwicklung aufgrund ihrer nachweislichen Erfolge auszuweiten.

Norwegen pflegt unter der Führung von Ministerpräsident Jens Stoltenberg seine traditionelle, kreative soziale und ökologische Vorreiterrolle. Die Regierung hat ein globales Bündnis zur Verringerung der Müttersterblichkeit im Kindsbett auf die Beine gestellt, das sowohl in die Sicherheit der Niederkunft als auch das Überleben der Neugeborenen investiert. Zugleich hat Norwegen gemeinsam mit Brasilien ein innovatives Programm im Umfang von einer Milliarde Dollar aus der Taufe gehoben, um die armen Gemeinwesen am Amazonas zu bewegen, die ungezügelte Abholzung zu beenden. Norwegen ist dabei so klug, die Mittel erst bei erwiesenermaßen erfolgreicher Vermeidung der Abholzung (im Vergleich zu einem vereinbarten Ausgangswert) an Brasilien auszuzahlen.

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