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Vier Prioritäten für eine globale Pandemie-Strategie

BRÜSSEL – Der Kontrast zwischen der Stille auf den Straßen und Plätzen Europas und der hektischen und schmerzhaften Realität in vielen europäischen Krankenhäusern ist herzzerreißend. COVID-19 hat nicht nur Europa, sondern auch die gesamte Weltgemeinschaft in ihrem Griff. Schon jetzt ist klar, dass die Pandemie unsere Welt grundlegend verändern wird. Doch wie die Veränderungen genau aussehen werden, das hängt von den Entscheidungen ab, die wir heute treffen.

Das Coronavirus sollte als gemeinsamer Feind der gesamten Menschheit betrachtet werden. Obgleich wir nicht in einem Krieg sind, brauchen wir eine „kriegsähnliche“ Mobilisierung der Ressourcen.

Allerdings kapseln wir uns in Krisenzeiten instinktiv ab, und jeder kümmert sich zunächst um sich selbst. Eine solche Reaktion ist verständlich, aber aussichtslos. Alleingänge bewirken nur, dass der Kampf länger andauern wird, mit weitaus höheren Kosten für Mensch und Wirtschaft. Auch wenn der gemeinsame Feind nationalistische Reflexe ausgelöst hat, lässt er sich nur durch grenzüberschreitende Koordinierung – in Europa und darüber hinaus – bezwingen.

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