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Internationale Zusammenarbeit 2.0

OXFORD – Nach Jahrzehnten, in denen sie das Rückgrat einer regelbasierten Weltordnung bildeten, propagieren die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump nun lautstark ihre Agenda des „Amerika zuerst“, im Rahmen derer ein eng gefasster Wirtschaftsnationalismus und das Misstrauen gegenüber internationalen Institutionen und Abkommen gepriesen werden. Doch es könnte eine neue Art internationaler Zusammenarbeit entstehen – die Trump außen vor lässt.  

Da sich die Regierung Trump weiterhin von lange etablierte Strukturen der Zusammenarbeit distanziert, wird freilich die Gefahr für die globale Stabilität immer akuter. So äußerte sich beispielsweise US-Finanzminister Steven Mnuchin im letzten Monat anlässlich des jährlichen Treffens des Weltwirtschaftsforums in Davos positiv über einen schwächeren Dollar als eine Methode, den US-Handel anzukurbeln.

Das ist eine tollkühne Perspektive für ein Land, das auf die ausländische Nachfrage nach einem starken Dollar und Staatsanleihen zur Finanzierung seines rasch wachsenden Defizits angewiesen ist. Außerdem läuft es auf einen Verrat an dem seit langen bestehenden Bekenntnis der USA hinaus, ein regelbasiertes Währungssystem zu bewahren, das vor wettbewerbsbedingter Währungsabwertung abschreckt.

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