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Die weltweite Alterung und die öffentliche Zahlungsfähigkeit

CAMBRIDGE – Überall sind die Rentenprogramme der Regierungen in Schwierigkeiten, da die Lebenserwartung zunimmt und die Anzahl der Rentner im Verhältnis zu den Steuerzahlern steigt. Und in den nächsten Jahren wird sich das Problem noch verschärfen: Durch die ungünstige demografische Entwicklung wird die Belastung der Haushalte mit der Finanzierung der Renten- und Krankenversicherung noch vergrößert.

Besonders problematisch ist dies in den Vereinigten Staaten, da sich die Sozialversicherung dort über einen „Treuhandfonds“ finanziert, der nach seiner Erschöpfung eine Krise auslösen wird. Obwohl sich die Möglichkeiten, die die Regierung dann hat, von denjenigen anderer Länder unterscheiden, sind die Maßnahmen zur Verhinderung der US-Krise auch für andere alternde Volkswirtschaften relevant.

Und so funktioniert das US-System: Es gibt eine gesetzlich vorgeschriebene Lohnsteuer, die ausschließlich zur Finanzierung von Rentenzahlungen verwendet wird. Zu diesem Zweck tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils 6,2% des Lohns (bis maximal 128.000 Dollar pro Person) bei, also einen Betrag, der sich jährlich entsprechend der Durchschnittslöhne erhöht. Diese Steuergelder werden in den Treuhandfonds der Sozialversicherung übertragen und in Staatsanleihen angelegt.

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