German chancellor Angela Merkel ODD ANDERSEN/AFP/Getty Images

Große Koalition: Aufbruch sieht anders aus

MÜNCHEN – Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), die Christlich-Demokratische Union (CDU) und ihre bayerische Schwesterpartei, die Christlich-Soziale Union (CSU), haben sich geeinigt eine Neuauflage der „Großen Koalition“ anzustreben und ein 28-seitiges Papier mit ihrer politischen Agenda vorgelegt.

Die Einigung erfolgt Monate nach einer Bundestagswahl, in der die SPD und CDU/CSU recht unterschiedliche wirtschaftspolitische Ansichten vertreten haben. Während sich die SPD auf das Bedürfnis nach mehr Umverteilung und öffentlichen Ausgaben konzentrierte, haben die Unionsparteien „Steuersenkungen für alle“ und eine restriktivere Flüchtlingspolitik versprochen. Jetzt stellt sich die Frage, ob eine Koalition aus ideologisch so unterschiedlichen Kräften Deutschland wirklich auf die anstehenden Herausforderungen vorbereiten kann.

In den kommenden Monaten und Jahren werden politische Entscheidungsträger in Deutschland den Übergang ins digitale Zeitalter bewältigen müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu erhalten. Außerdem müssen sie in Zeiten einer rasch alternden Bevölkerung den Sozialstaat stabilisieren. Und sie müssen eine rationale Migrationspolitik entwickeln. Zusätzlich zu dieser umfangreichen innenpolitischen Agenda bauen viele darauf, dass Deutschland die Europäische Union zusammenhalten wird.

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