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Corporate Governance nach GameStop

NEW YORK – In der vergangenen Woche erfasste eine in sozialen Medien angeheizte populistische Rebellion die Kapitalmärkte. Kleinanleger kauften riesige Mengen an Aktien angeschlagener Unternehmen wie GameStop, AMC, BlackBerry und anderen. Sie wollten damit Geld machen. Aber noch mehr ging es ihnen darum, Finanzeliten wie beispielsweise Hedgefonds zu strafen, die auf den Niedergang der erwähnten Unternehmen gewettet hatten.

Die Strafe wirkte auch: am 27. Januar verloren Anleger, die Short-Positionen auf GameStop eingegangen waren, 14,3 Milliarden Dollar. Doch die eigentliche Geschichte besteht nicht darin, wer bei dieser Serie an Aktiengeschäften Geld verlor (oder verdiente). Vielmehr geht es darum, dass sich das vorherrschende Modell moderner Corporate Governance am Rande eines dramatischen Wandels befindet.  

Im gegenwärtigen Modell agiert der Vorstand als oberste Autorität des Unternehmens. Er ist für Einstellung, Evaluierung, Entlohnung und gegebenenfalls auch für die Entlassung eines CEOs und anderer Top-Manager verantwortlich, und die Vorstandsmitglieder müssen auch alle anderen grundlegenden Entscheidungen absegnen.

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