G7 leaders in Germany number10gov/Flickr

Die Welt im 21. Jahrhundert und die G7

BERLIN – Man hat sich also mal wieder getroffen zu siebt. Diesmal im schönen Garmisch-Partenkirchen in Deutschland und ohne Wladimir Putin. Wie sieht sie denn nun aus, unsere wirtschaftliche und machtpolitische Welt, die solche Gipfelereignisse hervorbringt? Immer noch westlich dominiert, wie Garmisch nahelegen könnt?

Betrachtet man die gegenwärtige Weltlage, so erscheint sie den meisten Zeitgenossen sehr viel chaotischer, komplexer zu sein, als noch vor zehn Jahren. Menschen haben es an sich, dass sie die Vergangenheit gerne in einem milderen Licht sehen als die Gegenwart. Aber in diesem Fall, so zumindest ist mein Eindruck, geht es nicht nur um eine gefühlte Verschlechterung, sondern es sprechen, bei genauerem Hinsehen, durchaus einige gravierende Fakten für diese These.

Erstens scheint sich die Welt in einer sehr tief reichenden Übergangsphase zu befinden: Waren die vergangenen zwei- bis drei Jahrhunderte fast ausschließlich von den westlichen europäisch-amerikanischen Mächten beherrscht und gestaltet worden, so findet gegenwärtig ein gegenläufiger Prozess statt. Mit dem (Wieder)aufstieg sehr großer, bevölkerungsreicher Schwellenländer (China, Indien, Brasilien, Indonesien, uvm.) wird ein aktuell stattfindender gegenläufiger Prozess sichtbar, nämlich dem der voranschreitenden „Entwestlichung“ der internationalen Weltordnung.

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