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Die G-7 setzen sich für Dekarbonisierung ein

NEW YORK – Die Konferenz der G-7 in dieser Woche in Schloss Elmau in den bayerischen Alpen war ein massiver Durchbruch für die Klimapolitik. Die sieben größten Volkswirtschaften mit hohem Einkommen (die Vereinigten Staaten, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada) trafen die revolutionäre Entscheidung, noch in diesem Jahrhundert ihre Wirtschaft zu dekarbonisieren.

Erstmals in der Geschichte haben sich die größten reichen Länder zu der Notwendigkeit bekannt, ihre Abhängigkeit von fossilen Energien zu beenden. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, US-Präsident Barack Obama und die anderen G-7-Staatsführer haben sich der Herausforderung gestellt und verdienen starke weltweite Unterstützung.

Der historische Durchbruch wird im G-7-Kommuniqué dokumentiert: Erstens haben die G-7-Länder die Wichtigkeit betont, die globale Erwärmung auf unter 2° Celsius (3,6° Fahrenheit) zu begrenzen. Das bedeutet, die Durchschnittstemperatur der Erde darf nicht mehr als 2°C über den Durchschnittswert vor dem Beginn der industriellen Revolution (etwa vor 1800) steigen. Aber bereits jetzt hat sich die Erde um etwa 0,9°C erwärmt – also fast um die Hälfte des Grenzwertes.

Und dann taten die G-7-Politiker etwas noch nie da gewesenes. Sie erklärten, um die globale Erwärmung unterhalb der 2°C-Grenze zu halten, muss die Weltwirtschaft ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen (Kohle, Öl und Erdgas) beenden.