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Investitionszwang für die G7

LONDON – Der anstehende G7-Gipfel in Cornwall bietet den Staats- und Regierungschefs der führenden Volkswirtschaften eine wichtige Chance, sich auf einen Plan zu verständigen, der nicht nur eine starke Erholung von der COVID-19-Pandemie für ihre eigenen Länder vorantreibt, sondern auch den Übergang zu einer nachhaltigeren, inklusiveren und widerstandsfähigeren Weltwirtschaft beschleunigt.

Eine zentrale Lehre, die die G7-Regierungen wie ich glaube aus COVID-19 gezogen haben, ist, wie stark alle Länder durch globale Bedrohungen wie Seuchen, den Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt gefährdet sind und wie anfällig sie dafür sind. Die von der Pandemie aufgezeigten Herausforderungen für Wohlergehen und Wohlstand sind sämtlich miteinander verknüpft; daher ist zu ihrer Bewältigung ein integrierter Ansatz erforderlich. Die G7 trägt eine besondere Verantwortung, hier eine Führungsrolle zu übernehmen.

Die Staats- und Regierungschefs der reichen Länder werden sich verständlicherweise auf den Zustand ihrer eigenen Volkswirtschaften konzentrieren, die Zeichen einer raschen Erholung erkennen lassen. Doch sollten sie die Notwendigkeit deutlich höherer Investitionen während des nächsten Jahrzehnts anerkennen, um ein starkes, nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen und auf den Klimawandel und den Verlust von natürlichem Kapital einschließlich der Artenvielfalt zu reagieren. Diese Länder sollten den Fehler der postpandemischen „goldenen Zwanzigerjahre“ vor 100 Jahren nicht wiederholen, indem sie sich in erster Linie auf den Konsum konzentrieren.

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