brown75_StefaNikolicGetty Images_covidvaccineworld StefaNikolic/Getty Images

Vakzine für alle oder Impfstoffapartheid?

LONDON – Auf dem am Freitag beginnenden G7-Gipfel werden sich die weltweiten Regierungschefs erstmals seit zwei Jahren wieder persönlich treffen. Es ist Joe Bidens erste derartige Konferenz als US-Präsident und Angela Merkels letzte als deutsche Kanzlerin. Außerdem wird der Gipfel der erste Test dafür sein, was die oft zitierte Parole des britischen Premierministers Boris Johnson, der von einem „globalen Großbritannien“ spricht, tatsächlich bedeutet.

Die meisten Menschen werden sich, wenn sie an vergangene G7-Gipfeltreffen zurückdenken, höchstens an gut inszenierte Fototermine der Staatschefs erinnern. Aber zu seltenen Gelegenheiten können auf solchen Gipfeln auch bedeutende politische Durchbrüche erreicht werden. So war es 2009, als der von Italien ausgerichtete G8-Gipfel in Zusammenarbeit mit afrikanischen Staatschefs neue Wege zur internationalen Entwicklung öffnete. Ich erinnere mich, wie ich bei der Einführung in diese Konferenz meinen Kollegen die Geschichte eines ruandischen Schuljungen erzählt habe, der in den Völkermord der 1990er verwickelt war und nun im Genozid-Gedächtnismuseum von Kigali verewigt ist. Dort findet man im Teil, der den Kindern gewidmet ist, sein Foto und ein Schild mit folgendem Text:

David, 11 Jahre alt

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