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Die Maßnahmen der G7 gegen Steuervermeidung und das Ende der Hyper-Globalisierung

CAMBRIDGE – Am 5. Juni gaben die weltführenden Volkswirtschaften eine Übereinkunft bekannt, die ihre Fähigkeit zur Anhebung der Steuern gegenüber globalen Konzernen steigern wird. Diese Übereinkunft bedarf noch der förmlichen Zustimmung einer größeren Gruppe von Ländern, und damit sie Wirkung zeigt, sind noch viele Einzelheiten auszuarbeiten. Trotzdem ist es nicht zu weit hergeholt, die Vereinbarung als historisch zu beschreiben.

Die G7-Vereinbarung umfasst zwei zentrale Punkte. Erstens schlägt sie eine globale Mindeststeuer von 15% für die größten Konzerne vor. Zweitens wird unabhängig vom Standort ihres physischen Geschäftssitzes ein Teil der weltweiten Gewinne dieser Konzerne an die Länder zurückfließen, wo sie Geschäfte tätigen.

Diese Ziele sind ein deutlicher Hinweis, dass die Regeln der Hyper-Globalisierung – gemäß welchen Länder darum wetteifern müssen, globalen Konzernen immer attraktivere Bedingungen anzubieten – derzeit neugeschrieben werden. Bis vor sehr kurzer Zeit war es der Widerstand der USA, der eine globale Steuerharmonisierung verhinderte. Jetzt dagegen war es die Regierung von Präsident Joe Biden, die auf die Übereinkunft drängte.

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