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Eine Klima-Agenda für die G20

ROM – Ende letzten Jahres erklärten die Staats- und Regierungschefs der G20 den Klimawandel auf ihrem Gipfeltreffen in Riad zu einer der dringendsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. „Während wir uns von der Pandemie erholen“, so heißt es in ihrer Schlusserklärung, „sind wir der Erhaltung unseres Planeten verpflichtet und streben eine ökologisch nachhaltigere und integrativere Zukunft für alle Menschen an.“ Diese Erklärung wurde bisher noch nicht so recht umgesetzt.

Natürlich nimmt die CO2-Intensität der Energieversorgung in den G20-Ländern ab. Der Einsatz von Kohle geht zurück, die Umweltverschmutzung durch den Energiesektor sinkt langsam, und eine Vielzahl neuer Maßnahmen für ein sauberes Verkehrswesen werden umgesetzt. Die von der G20 angeführten Initiativen, die die Wirtschaft ermutigen sollen, Klimarisiken offenzulegen, beginnen Früchte zu tragen.

Doch passiert nichts davon schnell genug, um eine echte Verringerung der Emissionen zu bewirken. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die G20-Länder zugleich in aller Stille Geld in CO2-intensive Sektoren lenken. Laut Vivid Economics waren von den 4,6 Billionen Dollar, die die weltführenden Volkswirtschaften im Rahmen ihrer pandemiebedingten Hilfsprogramme in die Landwirtschafts-, Industrie-, Abfall-, Energie- und Transportsektoren pumpten, weniger als 1,8 Billionen Dollar „umweltfreundlich“.

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