Der G-8-Gipfel und der Klimawandel

Vor zwei Jahren wurde beim G-8-Gipfel in Gleneagles in Schottland versprochen, eine saubere Entwicklungsagenda voranzutreiben und finanzielle Unterstützung für ein grüneres Wachstum in den wichtigsten aufstrebenden Marktwirtschaften bereitzustellen. Das diesjährige Treffen im deutschen Heiligendamm muss dieses Versprechen einhalten.

Seit Gleneagles hat sich eine kritische Mehrheit gebildet, die eine entschiedenes Vorgehen gegen den Klimawandel öffentlich unterstützt. Einige meinen, wir hätten einen Wendepunkt erreicht. Wissenschaft und Ökonomie des Klimawandels sind näher aneinander gerückt – das Ergebnis der überwältigenden wissenschaftlichen Beweise in den Studien des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) und des Berichts von Sir Nicholas Stern für die britische Regierung über die Kosten von Handeln oder Untätigkeit. Auf der ganzen Welt kommen Funktionäre mit Fachwissen, die Geschäftswelt, besorgte Bürger und aufgeschlossene Regierungen zusammen, um gemeinsame Lösungen für ein globales Problem zu finden, das vielleicht die wichtigste Herausforderung ist, die uns als globaler Gemeinschaft bevorsteht.

In Heiligendamm werden die führenden G-8-Mitglieder gemeinsam mit Vertretern aus den größeren Schwellenländern (Brasilien, Mexiko, China, Indien und Südafrika, für deren weiteres Wachstum der Energieverbrauch von entscheidender Bedeutung ist) eine umfassende Vorgehensweise diskutieren, die verschiedene Energieoptionen beinhaltet, von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien über saubere Kohle, CO2-Abscheidung und ‑Lagerung bis hin zur CO2-Sequestrierung. Sie haben auch die Gelegenheit, den Einsatz von Marktmechanismen zu fördern, um zwei Ziele zu erreichen: den Klimawandel einzudämmen und gleichzeitig Anreize für eine ausgedehnte Verwendung von sauberer Energie zu schaffen.

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