Facebook CEO Mark Zuckerberg arrives to testify before a House Energy and Commerce Committee Tom Williams/CQ Roll Call

Die Zukunft der Technologiepolitik

STANFORD – Die Technologie und die großen Technologieunternehmen werden zunehmend kontrovers. Heute sind es wachsende Bedenken über Dritte, die auf Facebook-Nutzerdaten zugreifen und diese manipulieren; davor war es eine wütende Debatte darüber, ob die Regierung in der Lage sein sollte, auf Geräte zuzugreifen, die des Terrorismus oder anderer Verbrechen verdächtigten Personen gehören. Und allgemeiner ist die technologiebedingte Verdrängung von Arbeitnehmern eine Quelle ständiger Besorgnis.

Aus all diesen Gründen ist die Technologiepolitik ins Rampenlicht gerückt, so wie ich das vor genau einem Jahr vorhergesagt habe. Facebooks Chairman und CEO Mark Zuckerberg hat vor kurzem bei einer Befragung durch den Kongress zugegeben, dass eine gewisse Regulierung seiner Branche nötig sei, und es besteht nun ein Zeitfenster, das Gelegenheit bietet, neue politische Strategien in Bezug auf den Sektor zu verfolgen. Das Ziel bei der Formulierung derartiger Strategien – ob durch Verabschiedung von Gesetzen, das Aufstellen von Regeln durch Regulierungsbehörden, internationale Übereinkünfte oder Maßnahmen, die sich mit verbundenen Fragen wie Steuern und Handeln befassen – sollte darin bestehen, die Nachteile der Technologie zu begrenzen, ohne die Innovation zu ersticken. Zu diesem Zweck sollte man fünf miteinander verknüpfte Probleme im Hinterkopf behalten.

Das erste davon ist die Privatsphäre. Zwar tritt am 25. Mai die weitreichende Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union in Kraft, doch wird diese Nichteuropäern keinerlei Schutz bieten. Im Falle von Facebook betrifft dies 1,5 Milliarden Nutzer, die fast alle durch ihr Klicken den Servicebedingungen des Unternehmens zugestimmt haben, ohne diese überhaupt gelesen zu haben.

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