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Das Ende der Globalisierung, wie wir sie kennen

PARIS – Für die meisten Menschen ist Globalisierung gleichbedeutend mit allgemeiner Liberalisierung. In den 1980ern begannen die Regierungen damit, Waren, Dienstleistungen, Kapital und Daten ohne viele Kontrollen über die Grenzen zu lassen. Der Marktkapitalismus triumphierte, und seine wirtschaftlichen Regeln wurden weltweit angewandt. Wie es im Titel von Branko Milanovics jüngstem Buch richtig heißt, war der Kapitalismus endlich allein.

Sicherlich gab es andere Aspekte der Globalisierung, die wenig mit dem Marktkapitalismus zu tun hatten. So wurde der Zugang zu Wissen durch die Globalisierung von Wissenschaft und Informationen auf beispiellose Weise erweitert. Durch zunehmend internationale zivilgesellschaftliche Aktionen konnten Klimaaktivisten und Verteidiger der Menschenrechte ihre Initiativen so koordinieren wie nie zuvor. Allerdings argumentierten Stimmen aus der Verwaltung bereits früh, der Vormarsch der Märkte könne nur durch eine Globalisierung der Politik ausgeglichen werden.

Aber diese anderen Seiten der Globalisierung reichten nie an die wirtschaftliche Dimension heran. Insbesondere die Globalisierung der Politik verlief enttäuschend, was durch die Finanzkrise von 2008 verdeutlicht wurde.

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