Barrie Maguire

Asien: von der Gemeinschaft zur Sicherheit

MANILA – Besucher geben häufig den Anstoß für Veränderungen. Barack Obamas soeben beendeter Besuch in Asien macht da wohl keine Ausnahme, da seine Reise Asien und die dortigen Staats- und Regierungschefs mit der Frage zurückgelassen hat, welche Art von regionaler Gemeinschaft sie genau aufbauen.

Das moderne Gefühl, eine panasiatische Gemeinschaft zu errichten, begann mit der traumatischen ostasiatischen Finanz- und Wirtschaftskrise 1997, bei der alle Länder des Asien-Pazifik-Raums viel Lehrgeld für die Erkenntnis zahlen mussten, dass sich nationale Reformen und Schutzmaßnahmen als erschreckend ungeeignet erweisen können. Kurz danach einigten sich viele asiatische Staats- und Regierungschefs darauf, dass eine umfassendere Zusammenarbeit und Koordinierung notwendig war.

Schon während der Krise von 1997 wurde diese Lektion erkannt, denn die Mitglieder der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) hielten an der Handelsliberalisierung fest, einer der Schlüsselkräfte, die dazu beitrugen, das Wachstum in den asiatischen Volkswirtschaften neu zu entfachen. So wurden bei der APEC-Gipfelkonferenz 1997 sogar 15 Hauptsektoren für eine frühzeitige Liberalisierung festgelegt – darunter die Automobil- und Chemieindustrie, Energieanlagen und Umweltschutzmaßnahmen. Betrachtet man Asiens Wirtschaftswachstum in den letzten 12 Jahren, wird deutlich, dass sich die Liberalisierung von Handel und Investitionen gelohnt hat.

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