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Sind freie Märkte immer noch besser als Planwirtschaft?

HONGKONG – Im Jahr 1944 behauptete Friedrich A. Hayek, dass die spontane Ordnung der Märkte der vermeintlich dynamikhemmenden totalitären Ordnung kommunistischer oder faschistischer Regime von Natur aus überlegen sei. Die folgenden Jahrzehnte, in denen freie Marktwirtschaften florierten und die zentrale Planwirtschaft der Sowjetunion implodierte, schienen ihm Recht zu geben. Dann kam China.

Die Eckdaten des phänomenalen wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas sind bekannt: drei Jahrzehnte zweistelliges BIP-Wachstum; rund 700 Millionen Menschen, die aus der Armut geführt wurden; ein Infrastrukturboom; die Entstehung innovativer Tech-Giganten und ein umfassender Plan für weiteres (nachhaltiges) Wachstum und Entwicklung.

Chinas Erfolg hat die Überzeugung untergraben, dass freie Märkte die beste Entwicklungsstrategie für alle darstellen, und zwar so sehr, dass sogar der Internationale Währungsfonds – lange Zeit ein führender Verfechter der Ideologie der freien Marktwirtschaft – seine eigene Orthodoxie überdacht hat. Doch eine zentrale Planung nach chinesischer Art stößt im Westen immer noch auf Verachtung, wo sie von Beobachtern für ihre angebliche Undurchsichtigkeit und ihren repressiven Charakter herabgewürdigt wird.

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