Von Melvyn Krauss

Anders jedoch als einige meinen, würde eine Ablehnung der europäischen Verfassung kein französisches „Nein“ gegenüber Europa darstellen. Es wäre lediglich ein Misstrauensvotum gegenüber der Präsidentschaft Chiracs. Chirac hat die EU geschwächt hat, indem er ein protektionistisches, korporatives Staatsmodell für Europa durchzusetzen suchte und den neuen, kleineren Mitgliedsstaaten, als sie anderer Meinung waren, erklärte, sie sollten „den Mund halten“. Alles, was seine Stellung mindert, muss für Europa und die europäische Einigung als gute Nachricht betrachtet werden.

Jene also, die sich eine stärker geeinte Union wünschen, sollten ein französisches „Nein“ unterstützen – in dem klaren Bewusstsein, dass einige der mit „Nein“ Stimmenden aus den falschen Gründen das Richtige tun werden.

Selbst vor der Ansetzung des Referendums im Mai gab es Hinweise darauf, dass Frankreich immer weniger in der Lage ist, die Europäische Union gemäß seinen Interessen zu gestalten.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To access our archive, please log in or register now and read two articles from our archive every month for free. For unlimited access to our archive, as well as to the unrivaled analysis of PS On Point, subscribe now.

required

By proceeding, you agree to our Terms of Service and Privacy Policy, which describes the personal data we collect and how we use it.

Log in

http://prosyn.org/D3YdTpa/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.