hausmann83_Rafael RodriguezNurPhoto via Getty Images_coronavirusecuador Rafael Rodriguez/NurPhoto via Getty Images

Die Abflachung der COVID-19-Kurve in den Industrieländern

LEE, MASSACHUSETTS – In hoch entwickelten Volkswirtschaften wie Italien, Frankreich, Spanien und den Vereinigten Staaten wütet gerade das COVID-19-Virus. Nicht nur gibt es Tote und menschliches Leiden, sondern die Märkte preisen auch eine katastrophale Rezession mit einer massiven Pleitewelle ein, wie die radikale Neubewertung der Kreditrisiken von Unternehmen durch die Finanzmärkte zeigt.

So schrecklich sich das auch anhören mag: Verglichen mit den Problemen, vor denen die Entwicklungsländer stehen, ist die Lage in den Industrieländern wahrscheinlich noch relativ harmlos – nicht nur in Hinblick auf die Krankheitsbelastung, sondern auch auf die wirtschaftliche Zerstörung. Und obwohl gerade zwei akademische Gemeinschaften – die Gesundheitsexperten und die Makroökonomen – miteinander zu sprechen beginnen, ging es bei dieser Diskussion meist nur um die Industriestaaten.

Die Gesundheitsexperten haben die Differenzialgleichungen, die die Ansteckungsrate beschreiben, beinahe zum Mainstream gemacht: Die Menschen unterhalten sich nun über die Rolle des R0-Faktors (der Durchschnittsanzahl der Neuansteckungen, die von jeder infizierten Person ausgehen), und darüber, wie durch soziale Distanz und Ausgangssperren die Ansteckungskurve abgeflacht werden kann.

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