Paul Lachine

Reparatur der Innovationslieferkette

CAMBRIDGE – Im Aufbaustudium am Massachusetts Institute of Technology hatte ich Gelegenheit, in einem durch innovatives Denken geprägten Umfeld mit den Professoren Robert Langer und Ram Sasisekharan zu arbeiten. Wir fragten, was möglich sein könnte, und wurden ermutigt, revolutionäre Technologien zu verfolgen, die weithin als Ding der Unmöglichkeit galten. Diese Erfahrung erweckte ein einfaches, aber kraftvolles Credo in mir: dass man sich hohe Ziele stecken muss.

Innovation ist schwierig. Wer bereit ist, die Grenzen zum Unbekannten zu überschreiten, sollte einem Kurs folgen, der die potenziell größte Wirkung verspricht. Meiner Erfahrung nach hat sich bei der Erforschung einer breiten Palette von Themen – Energie, Landwirtschaft, Medizin usw. – eine Strategie als besonders effektiv erwiesen: nämlich beim angestrebten Ziel anzusetzen. Durch Ermittlung der Probleme und Vergegenwärtigung der bevorzugten Lösung kann man eine Reihe von Auflagen festlegen, in die sich die technologische Innovation einpasst, und einen klaren, wenn auch häufig schwierigen Weg zu ihrer Realisierung kartieren.

Eine Grundvoraussetzung bei einem derartigen Ansatz ist Aufgeschlossenheit: ein durch die spezifischen Dogmen des Gegenstandes unverbautes Denken. Diejenigen, die sich in ein Feld vertieft haben, haben häufig eine feste Vorstellung, was möglich ist und was nicht; diese beruht auf einer wie auch immer gearteten Kombination aus früheren Erfolgen, Zitierhäufigkeiten, aktuellen Wissensbeschränkungen und Faktenlage, und es ist häufig schwer, zwischen diesen Quellen zu unterscheiden. Neueinsteiger freilich, die grundlegende Fragen stellen, bemerken logische Widersprüche, aus denen die wahren Lösungsbeschränkungen und technologischen Grenzen herrühren.

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