Die Finanzierung des Kampfs gegen den Klimawandel

KOPENHAGEN – Es besteht mittlerweile allgemeine Einigkeit darüber, dass die Industrieländer einen substanziellen finanziellen Beitrag leisten müssen, um den Entwicklungsländern die Bewältigung des Klimawandels zu ermöglichen. Es bedarf finanzieller Mittel, um in neue kohlenstoffarme Energieträger, in Wiederaufforstung, Landnutzungsänderungen sowie Anpassung und Eindämmung zu investieren. Allerdings herrscht keine Einigkeit darüber, woher das Geld kommen soll.

Die Industrieländer zögern bei Zusagen über zusätzliche finanzielle Beiträge. Sie haben gerade einen erheblichen Anstieg ihrer Staatsschulden zu verdauen und sind  immer noch damit beschäftigt, ihre nationalen Ökonomien in Schwung zu bringen. Das färbt auf ihre Haltung ab. Es sieht so aus, als wäre man in der Lage für die nächsten Jahren, einen „Schnellstart“-Fonds über 10 Milliarden Dollar jährlich zusammenzuzimmern, aber mehr ist über die nationalen Haushalte nicht aufzubringen. Dass die Entwicklungsländer mit dieser Summe zufrieden sein werden, ist jedoch unwahrscheinlich.

Ich glaube, dass dieser Betrag zumindest verdoppelt und über einen längeren Zeitraum garantiert werden könnte. Die Regierungen der Industrieländer leiden unter dem Trugschluss, dass diese Mittel aus ihren nationalen Budgets kommen müssen. Dem ist aber nicht so. Sie verfügen bereits über dieses Geld. Es liegt ungenutzt auf deren Reservekonten beim Internationalen Währungsfonds. Bei Nutzung dieser Gelder würden die Haushaltsdefizite in den betreffenden Ländern nicht steigen. Man muss diese Mittel nur anzapfen.  

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