Downtown Boston Nicholas Erwin/Flickr

Der Beginn der leisen Finanzrevolution

LAGUNA BEACH – Es besteht kein Zweifel, dass sich die Branche der Finanzdienstleister – mit der wir alle zu tun haben, sei es als Kreditnehmer, Sparer, Investor oder Regulierer – über die Jahre verändert. Dieser Prozess war zunächst langsam, wurde dann aber durch den gemeinsamen Einfluss zweier stabiler Kräfte beschleunigt:

Einerseits sind von oben nach unten gerichtete Top-Down-Faktoren wie regulatorische Änderungen, Preisanomalitäten und das von Nouriel Roubini so genannte „Liquiditätsparadox“ am Werk. Und dann sind da die umwälzenden Einflüsse, die von unten nach oben wirken: veränderte Vorlieben der Kunden und, wichtiger noch, externe Visionäre, die die Branche transformieren und modernisieren.

Wenn wir oben anfangen, sehen wir, dass das Regulierungspendel immer noch hin zu stärkerer Überwachung der traditionellen Finanzinstitutionen schwingt, insbesondere der großen Banken und Versicherungsunternehmen, die als „systemrelevant“ angesehen werden. Darüber hinaus weiten sich die umgestalteten Regulierungssysteme, deren schrittweise Umsetzung und die verstärkte Überwachung nach und nach auf anderen Segmente aus, darunter auch auf das Anlagemanagement. Dies trägt innerhalb der regulierten Sektoren zu weiter verringerten Risiken bei – als Teil einer größeren Bewegung des Finanzsektors hin zu einem „Versorgungsmodell“, das durch größere Kapitaldecken, weniger Fremdfinanzierung, stärkere Offenlegung, strengere operative Richtlinien und viel mehr Übersichtlichkeit bestimmt ist.

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