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Nahrungsmittel – und nicht Stahl – sind unsere größte Klimaherausforderung

LONDON – Klimapolitische Diskussionen konzentrieren sich oft darauf, wer die Kosten einer CO2-freien Wirtschaft tragen wird. Besonders im Fokus stehen dabei industrielle Sektoren wie Stahl und Zement. Doch sind die Gesamtkosten verblüffend niedrig, und unsere größte Herausforderung liegt im Ernährungssystem begründet und nicht in Industrieprodukten.

Der neueste Bericht des britischen Climate Change Committee etwa zeigt, dass eine Senkung der britischen Treibhausgasemissionen auf einen Nettowert von null bis 2050 das britische BIP um bloße 0,5% verringern würde. Der Bericht Making Mission Possible der Energy Transitions Commission kommt auf eine ähnliche Schätzung von 0,5% Gesamtkosten beim globalen BIP, um die Emissionen aus den weltweiten Energie-, Bau-, Industrie- und Verkehrssystemen bis Mitte des Jahrhunderts auf null zu senken.

Diese Schätzungen liegen deutlich unter denen älterer Studien. Der 2006 veröffentlichte wegeweisende Stern Review on the Economics of Climate Change legte Kosten von 1-1,5% vom BIP nahe, um eine Emissionsverringerung von lediglich 80% zu erreichen.

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