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Wie Ungleichheit zur Eurokrise beigetragen hat

BRÜSSEL – Seit der großen Rezession zwischen 2007 und 2009 betrachten die meisten Ökonomen die Finanzwirtschaft als Schlüsselfaktor des Konjunkturzyklus. Die präzisen Dynamiken sind aber noch nicht vollständig verstanden.

So behaupten etwa Amir Sufi von der University of Chicago und Atif Mian aus Princeton, dass Kreditwachstum zu hartnäckigen Rezessionen führt, die einsetzen sobald Haushalte, aus welchen Gründen auch immer, Zugang zu den Finanzmitteln verlieren, die sie benötigen, um ihre Kredite zu verlängern. Am Beispiel der Eurokrise wird allerdings deutlich, dass bei dieser Argumentation ein wesentlicher Faktor fehlt.  

Die Schaffung des Euro ging mit einer umfassenden Deregulierung der Finanzmärkte einher, unter anderem der Abschaffung von Kapitalverkehrskontrollen und der Anpassung des Rechtsrahmens, um europäischen Banken die Eröffnung von Filialen im Ausland zu ermöglichen. Dieser Prozess hat zu wachsendem Wettbewerb im Bankensektor geführt und den Anteil von Privatbanken im Verhältnis zu öffentlichen Banken stetig erhöht.

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