rockstrom9_CarmenJaspersenpictureallianceviaGettyImages_tinygreenEUflag Carmen Jaspersen/picture alliance via Getty Images

Wir brauchen einen EU-Vizepräsidenten für Klima und Natur

POTSDAM – Während sich Europa durch einen weiteren Rekordsommer schwitzt, ist es ermutigend zu sehen, dass Ursula von der Leyen, die zukünftige Präsidentin der Europäischen Kommission, den Klimawandel ernst nimmt. Beim Kampf gegen den Klimanotstand sollte sie aber beachten, dass steigende globale Temperaturen nicht nur die Gesundheit und die Wirtschaft bedrohen, sondern auch die Tier- und Pflanzenwelt.

Als ersten Schritt sollte von der Leyen daher einen Vizepräsidenten für Klima und Biodiversität ernennen, der mit den sektoralen Kommissaren zusammenarbeitet. Die Europäische Union braucht einen engagierten Beamten, der sicherstellt, dass die EU-Klimamaßnahmen auch die Natur vor der existenziellen Gefahr kritischer Schwellen schützen. Ohne eine solche Position kann der aktuellen Gefahr nicht richtig entgegen getreten werden.

Seit der Industriellen Revolution wird etwa die Hälfte der jährlichen fossilen Emissionen von den Ökosystemen der Kontinente und der Ozeane absorbiert. Ohne diese natürlichen Puffer hätte sich die Welt bereits vor langer Zeit auf mehr als 2°C über dem vorindustriellen Niveau erwärmt. Diese Puffer werden von den Ökosystemen, der Flora und der Fauna bereitgestellt, und wenn wir sie schützen, können wir bis 2050 einen Zustand der Nettonullemissionen erreichen.

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