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Welches Internet für Europa?

BRÜSSEL – Wenn die Europäische Kommission am 6. Mai ihre neue Digitalstrategie vorstellt, muss sie zwischen zwei sehr unterschiedlichen Herangehensweisen an das Internet auswählen. Wird sie einen vorwärts gerichteten und marktorientierten Weg gehen? Oder wird sie sich auf defensive, rückwärts gewandte Weise für eine Abschottung entscheiden?

Zunächst die gute Nachricht: Die Hochrangigkeit der geplanten Ankündigung spiegelt die Erkenntnis der europäischen Politiker wider, dass das Internet in der Politik des Kontinents nicht länger an der Seitenlinie stehen darf. Es ist für die wirtschaftliche Leistung und die Modernisierung der industriellen Basis Europas von entscheidender Bedeutung.

Während sich Europa in den letzten fünf Jahren mit seinen makroökonomischen Nöten beschäftigt hat, sind die Vereinigten Staaten und Asien voran geprescht und haben von der digitalen Entwicklung profitiert. Laut einer aktuellen Studie von Plum Consulting haben die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) während dieser Zeit in den USA mit fast 1,6% zum jährlichen Produktivitätswachstum beigetragen – doppelt so viel wie in Europa. Angesichts dessen, dass fast 5% der US-Investitionen in IKT fließen, verglichen mit 2% in Europa, ist dies vielleicht nicht überraschend.

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