Europas kurzsichtige Senkung der Verteidigungsausgaben

KOPENHAGEN – In ganz Europa kommt es im Zuge einer neuen Ära drastischer Einsparungen zu Kürzungen der Staatshaushalte. Die Ausgaben für Landesverteidigung erweisen sich dabei als leichtestes Ziel. Sogar Großbritannien unter dem Tory-Premierminister David Cameron hat sich der allgemeinen Sparwelle angeschlossen und das Verteidigungsbudget drastisch gekürzt.

Diese Kürzungen kommen zu einer Zeit da die europäischen Bemühungen, ihren Teil der Verteidigungskosten des Westens zu übernehmen, in Zweifel gezogen werden – nicht zuletzt in Afghanistan, wo die meisten europäischen Länder ihre Beteiligung durch den Verweis auf unzählige Einsatzbeschränkungen, so genannte „Caveats“,  begrenzen, die gemeinhin dazu dienen, ihre Truppen aus den gefährlichsten Zonen herauszuhalten.  

Außerdem passieren diese Kürzungen der Verteidigungsetats in Europa zu einem Zeitpunkt, da es zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte hinsichtlich seiner Gesamtausgaben für das Militär von Asien überholt wird. Die Zeit, in der Westeuropa nach den USA und Russland für die größte Konzentration militärischer Macht stand, scheinen vorbei zu sein.

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