hedegaard10_Mark KerrisonIn Pictures via Getty Images_cop26 Mark KerrisonIn Pictures via Getty Images

Die EU muss in Glasgow für Resultate sorgen

KOPENHAGEN – Der britische Premierminister Boris Johnson mag nicht überall gut ankommen – insbesondere nicht bei den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union, bei denen der Brexit für Irritationen sorgt. Doch da das Vereinigte Königreich im kommenden Monat Gastgeber der jüngsten Runde der globalen Klimaverhandlungen, der COP26, in Glasgow sein wird, muss die EU ihre Probleme mit Johnson beiseitelassen und bereit zur Zusammenarbeit sein.

Bislang sind die globalen Klimaverhandlungen im Rahmen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen eine Geschichte zweier europäischer Städte: Kopenhagen und Paris.

2009 kamen die Staats- und Regierungschefs der Welt und ihre nationalen Verhandlungsführer in Kopenhagen zusammen, um einen umfassenden Vertrag zu schließen, der die ganze Welt zu weitreichenden Maßnahmen verpflichten würde, um die schlimmsten Folgen der globalen Erwärmung zu verhindern. Das ist nicht gelungen. Zu viele der großen Akteure (und Emittenten) reisten ohne brauchbare Vorschläge zur Verringerung der Treibhausgasemissionen an, und während die Vereinigten Staaten, China und Indien in kleiner Runde ein unverbindliches Abkommen ausarbeiteten, das viele Fragen offen ließ, fanden sich die Staats- und Regierungschefs der EU in den Korridoren wieder. Die Vertreter der am meisten gefährdeten Länder schauten verzweifelt zu, wie ihre Anliegen wieder einmal beiseitegeschoben wurden.

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