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Der 3. November 2020 – der Tag der Entscheidung für den Westen

BERLIN – Das Jahr ist noch jung- und dennoch ist bereits heute seine Bedeutung abzusehen. Es wird ein Jahr der Weichenstellung, zumindest aus westlicher Sicht. Denn am 3. November 2020 findet die wichtigste Entscheidung des Jahres statt, die, soviel lässt sich bereits heute sagen, wahrhaft historische Bedeutung haben wird. An diesem ersten Dienstag im November wählen die USA ihren Präsidenten.

Amerikanische Präsidentschaftswahlen waren und sind immer wichtig, weil dabei über die Führung der mächtigsten Nation für die Dauer von vier Jahren entschieden wird. Diesmal lautet aber die konkrete Frage, ob der amtierende Amtsinhaber, Donald Trump, wiedergewählt wird oder nicht, er also vier weitere Jahre erhalten wird, um die von Amerika seit den vierziger Jahren erfolgreich geschaffene liberale Weltordnung und deren Allianzen zugunsten eines engstirnigen Nationalismus weiter zu zerstören und am Ende gar die Demokratie und die Gewaltenteilung in den USA selbst zu gefährden. Ob er also das Mandat für vier weitere Jahre der Systemveränderung erhalten wird oder nicht.

Es wird einen großen Unterschied ausmachen, ob Trump vier oder am Ende acht Jahre im Amt bleiben wird, und nach den Amerikanern werden vor allem die Europäer diesen Unterschied zu spüren bekommen, da sie sowohl wirtschaftlich wie auch sicherheitspolitisch sehr stark, ja, fast „existentiell“ von den USA abhängig sind.

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