Paul Lachine

Eurobonds ohne Angst

SANTIAGO – Bald könnte die Zeit der Eurobonds kommen. Was einmal als Quacksalbermethode für die Lösung der europäischen Finanzkrise galt, ist heute die einzige verlässliche Methode zur Rettung des Euro. Dass die Europäische Zentralbank griechische, irische und portugiesische Anleihen gekauft hat, hat diese Länder nicht gerettet. Auch für Spanien und Italien wird dies nicht reichen.

Spanien und Italien sind zu groß für einen Bailout. Die neue Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) ist dieser Aufgabe nicht gewachsen. Und um die EFSF zu vergrößern, wäre eine stark erhöhte Kreditaufnahme Frankreichs erforderlich, was dieses Land selbst einer spekulativen Attacke aussetzen könnte.

Hier kommen die Eurobonds ins Spiel. Die fünf gefährdeten Länder müssen zig Milliarden neue Schulden aufnehmen und noch mehr alte Schulden prolongieren. Die Märkte kaufen schon lang keine griechischen, irischen und portugiesischen Anleihen mehr, und könnten bald auch aufhören, italienische und spanische zu kaufen – oder nur zu übermäßig hohen Zinssätzen. Um Anleihen, die durch die gesamte Eurozone garantiert wären, würden sich die Märkte dagegen reißen.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To access our archive, please log in or register now and read two articles from our archive every month for free. For unlimited access to our archive, as well as to the unrivaled analysis of PS On Point, subscribe now.

required

By proceeding, you agree to our Terms of Service and Privacy Policy, which describes the personal data we collect and how we use it.

Log in

http://prosyn.org/E6F78MO/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.