fischer188_Alexander KoernerGetty Images_germansoldiers Alexander Koerner/Getty Images

Deutschland und Frankreich - eine schwierige Beziehung

Seitdem die USA damit begannen, ihr weltpolitisches Engagement zu überprüfen und sich teilweise real aber zunehmend auch mental auf ihren Kontinent zurückzuziehen, beziehungsweise sich nach dem Indopazifik und Fernost auszurichten, weil dort der einzige machtpolitische Rivale um die Führungsrolle der Staatengemeinschaft im 21. Jahrhundert mit China entsteht, hat in Europa eine Debatte begonnen, ob die EU diese absehbare sicherheitspolitische Lücke zumindest teilweise wird füllen können Was jedoch ist dabei Wunsch, was Realität?.

Dennoch ist im Verhältnis zur Entwicklungsgeschwindigkeit einer gemeinsamen europäischen Sicherheits- und Verteidigungpolitik eine Schnecke in rasender Geschwindigkeit unterwegs. Woran liegt nun dieses europäische Defizit zwischen Anspruch und Wirklichkeit? Trotz der Erfahrung mit vier Jahren Trump, trotz dem Aufstieg Chinas und Russlands aggressivem Streben nach seiner erneuten Vorherrschaft in Osteuropa.

Europa ist heutzutage reich und technologisch eine der führenden Weltregionen, könnte sich also objektiv eine eigene Verteidigungs- und Sicherheitsstrategie und Realität leisten. Die europäischen Köpfe allerdings sind mitnichten so weit. Zu schwer wiegt offensichtlich die Tradition, die historische Erfahrung und die unterschiedliche Lage und Sicht auf die Welt. Und der Gedanke in den europäischen  Hinterköpfen: „Amerika wird es schon richten, wenn es ernst wird!“

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