Raus aus der CO2-Falle

MAILAND – Fossile Brennstoffe bereiten viele Probleme. Sie sind kostspielig und eine Ursache für politische Unbeständigkeit und angebotsseitige Schwankungen. Da der weltweite Verbrauch steigt, werden auch die damit verbundenen Kosten möglicherweise drastisch emporschnellen. Am schlimmsten jedoch sind die hohen und untragbaren Kosten im Hinblick auf den CO2-Ausstoß. Tatsächlich beginnt der Beitrag der fossilen Brennstoffe zum CO2-Gehalt der Atmosphäre die anderen Probleme zu überschatten.

Doch der Verbrauch fossiler Brennstoffe und die damit verbundenen höheren CO2-Emissionen gehen Hand in Hand mit dem Wirtschaftswachstum. Das ist das größte Problem bei den Bemühungen, ein Rahmenwerk zur Bekämpfung des Klimawandels auszuarbeiten. Im Vergleich zu den industrialisierten Ländern weisen die Entwicklungsländer sowohl niedrige Pro-Kopf-Einkommen als auch geringe CO2-Emissionen pro Einwohner auf. Eine massive Eindämmung des Emissionsanstiegs in diesen Ländern würde auch ihr BIP-Wachstum hemmen und die Chancen, der Armut zu entfliehen, massiv einschränken.

Die Entwicklungsländer empfinden es auch als überaus unfair, dass sie für eine Eindämmung des Klimawandels bezahlen sollen. Die Industrieländer sind für einen Großteil des aktuellen CO2-Gehalts in der Atmosphäre sowie für einen signifikanten (wenn auch sinkenden) Anteil der weltweiten jährlichen Emissionen verantwortlich. Aus diesem Grund, so argumentieren die Vertreter der Entwicklungsländer, soll die industrialisierte Welt auch die Verantwortung für das Problem übernehmen.

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