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Stabilität durch Finanztechnik

NEW HAVEN – Die Schwere der internationalen Finanzkrise der letzten zwei Jahre hat mit einer elementaren Quelle der Instabilität im Bankensystem zu tun, die wir beseitigen müssen und können. Um dies zu erreichen, haben wir unsere Finanztechnologie zu verbessern.

In einer schweren Finanzkrise sind die Banken mit sinkenden Marktwerten zahlreicher ihrer Vermögenswerte konfrontiert, wodurch man in einen Kapital-Engpass gerät. Während der Krise kann nicht viel mehr an Kapital aufgebracht werden. Um die Eigenmittelunterlegung wieder herzustellen, werden keine neuen Kredite mehr vergeben und alte fällig gestellt. Dadurch gerät die gesamte Wirtschaft – wenn nicht gar die Weltwirtschaft – in eine Abwärtsspirale.

Das Problem ist eher technischer Natur, daher sind es auch die Lösungen. Es handelt sich um eine Art Klempnerproblem des Bankensystem. Um es in Ordnung zu bringen, muss allerdings die Struktur des Banksystems selbst geändert werden.

Viele Finanzexperten – wie Alon Raviv, Mark Flannery, Anil Kashyap, Raghuram Rajan, Jeremy Stein, Ricardo Caballero, Pablo Kurlat, Dennis Snower, und die Squam Lake Working Group – haben Vorschläge auf Grundlage von „bedingtem Kapital“ ausgearbeitet.