Trezeguet of Egypt is seen during the 2018 FIFA World Cup Russia Gokhan Balci/Anadolu Agency/Getty Images

Vier Lektionen aus den ägyptischen WM-Erfahrungen

LAGUNA BEACH – Die ägyptische Fußball-Nationalmannschaft, die seit 28 Jahren zum ersten Mal wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei war, wurde bei ihrer Fahrt nach Russland von einer Welle von Begeisterung und hohen Erwartungen begleitet. Dann verlor die Mannschaft alle Spiele und kehrt jetzt nach Hause zurück – eine große Enttäuschung für ein Land, das sowohl den Fußball als auch seinen nationalen Stolz sehr ernst nimmt. Nun werden Sündenböcke gesucht, und niemand scheint davon verschont zu bleiben.

So verständlich dies sein mag, konstruktiv ist es nicht. Tatsächlich besteht jetzt die Gefahr, wichtige Lektionen zu übersehen, die nicht nur Ägypten, sondern auch anderen Schwellenländern dabei helfen könnten, ihr enormes Potenzial zu verwirklichen – und dies nicht nur im Fußball.

Die erste Lektion betrifft den Umgang mit Erwartungen. Das Vorfeld der WM war von großem Lob für Mohamed Salah geprägt, den Starspieler des Teams, der 2017 und 2018 zweimaliger englischer Spieler des Jahres war und zum Idol von Millionen Ägyptern wurde. Dazu kommt noch, dass sich Ägypten seit 1990 erstmals wieder für eine Weltmeisterschaft qualifizieren konnte, und so entstanden Erwartungen, die das, was das Team realistischerweise hätte abliefern können, weit überstiegen.

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