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LONDON – Nach der globalen Finanzkrise des Jahres 2008 entstand Konsens darüber, dass der öffentliche Sektor zu Interventionen verpflichtet sei, um systemisch wichtige Banken zu retten und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Diesem Konsens war jedoch nur ein kurzes Leben beschieden. Bald darauf wurden diese wirtschaftlichen Interventionen des öffentlichen Sektors als die Hauptursache der Krise ausgemacht, weswegen ihnen ein Ende gesetzt werden musste. Das erwies sich als schwerer Fehler.
Insbesondere in Europa wurden die Staaten wegen ihrer hohen Schulden geprügelt, obwohl nicht die Kreditaufnahme der öffentlichen Hand, sondern private Schulden die Ursache des Zusammenbruchs war. Viele Staaten wurden angewiesen, rigide Sparmaßnahmen zu ergreifen, anstatt das Wachstum mit antizyklischen Strategien anzukurbeln. Unterdessen wurde vom Staat erwartet, Reformen des Finanzsektors umzusetzen, die gemeinsam mit einer Wiederbelebung der Investitionen und der Industrie die Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen sollten.
Tatsächlich jedoch wurden viel zu wenige Finanzreformen umgesetzt und in zahlreichen Ländern ist die Industrie noch immer nicht auf die Beine gekommen. Während sich die Gewinne in vielen Sektoren erholt haben, bleiben die Investitionen aufgrund einer Kombination aus Bargeldhortung und zunehmender Finanzialisierung schwach, wobei sich die Aktienrückkäufe - um die Aktienkurse und damit Aktienoptionen in die Höhe zu treiben - ebenfalls auf Rekordniveau befinden.
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