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Warum die Wirtschaftswissenschaft den digitalen Weg gehen muss

CAMBRIDGE – Eine der größten Sorgen über die heutigen Technologieriesen ist ihre Marktmacht. Zumindest außerhalb Chinas dominieren Google, Facebook und Amazon die Online-Suche, die sozialen Medien bzw. den Online-Einzelhandel. Und doch haben es die Ökonomen bisher weitgehend versäumt, diese Sorgen in schlüssiger Weise anzusprechen. Um Regierungen und Regulierungsbehörden beim für die mühsamen Umgang mit dieser Marktkonzentration zu helfen, müssen wir die Wirtschaftswissenschaft selbst für das digitale Zeitalter relevanter machen.

Digitale Märkte entwickeln häufig ein hohes Maß an Konzentration – mit einem dominanten Unternehmen –, weil größere Akteure von erheblichen Skaleneffekten profitieren. So fallen für digitale Plattformen beispielsweise vorab hohe Entwicklungskosten an. Ist die Software jedoch erst einmal geschrieben, profitieren sie von niedrigen Grenzkosten. Und sie profitieren von Netzwerkeffekten, bei denen alle Nutzer umso mehr Vorteile haben, je mehr Nutzer die Plattform hat. Und die Datengenerierung spielt eine selbstverstärkende Rolle: Mehr Daten verbessern den Service, was die Zahl der Nutzer erhöht, wodurch wiederum mehr Daten erzeugt werden. Schlicht gesagt: Eine digitale Plattform ist entweder groß oder tot.

Wie mehrere aktuelle Berichte (darunter einer, an dem ich mitgewirkt habe) festgestellt haben, stellt die digitale Wirtschaft ein Problem für die Wettbewerbspolitik dar. Wettbewerb ist unverzichtbar, um Produktivität und langfristiges Wachstum zu steigern, denn er führt zur Verdrängung ineffizienter Produzenten und fördert Innovation. Doch wie kann das passieren, wenn es derart dominante Akteure gibt?

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