reading paper Edd Sowden/Flickr

Inspirierendes Wirtschaftswachstum

NEW HAVEN – In seiner ersten Amtsantrittsrede während des Höhepunkts der Großen Depression richtete US-Präsident Franklin Delano Roosevelt seine berühmte Botschaft an die Amerikaner: „Das Einzige, wovor wir Angst haben müssen, sind wir selbst.“ In Anspielung auf das Buch Exodus fuhr er fort: „Dies ist keine Heuschreckenplage.“ Die Depression wurde nicht durch materielle Gründe verursacht. Das Problem im März 1933 lag in der Stimmung der Menschen.

Dasselbe könnte man heute, sieben Jahre nach der globalen Finanzkrise von 2008, über die vielen verbleibenden Schwachpunkte der Weltwirtschaft sagen. Aufgrund von Angst halten Menschen ihre Ausgaben und Unternehmen ihre Investitionen zurück. Dies führt zur Schwächung der Wirtschaft, wodurch die Ängste bestätigt werden und noch weniger ausgegeben und investiert wird. Der Abschwung vertieft sich, und ein Teufelskreis der Verzweiflung entsteht. Obwohl die Finanzkrise von 2008 vorbei ist, sind wir immer noch in diesem emotionalen Kreislauf gefangen.

Man kann dies vielleicht mit Lampenfieber vergleichen. Wenn es zu stark wird, führt es zu Blockaden und Inspirationsverlust. Werden die Ängste dann zu Tatsachen, verschlimmert sich die Angst – und die Leistung verschlechtert sich. Ist ein solcher Kreislauf erst einmal im Gange, kann er sehr schwer zu stoppen sein.

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