Der Kampf gegen Ebola an allen Fronten

PARIS – Angesichts der medialen Berichterstattung in den Vereinigten Staaten und Europa über den Ausbruch der Ebola in Westafrika könnte man zu dem Schluss kommen, dass sich die Umstände in den betroffenen Ländern nach und nach verbessern. Aber unabhängig davon, dass die Epidemie nicht mehr auf den Titelseiten steht, ist das Virus noch lange nicht besiegt. Er bleibt weiterhin eine ernste Bedrohung für die weltweite Gesundheit.

Kürzlich bin ich gemeinsam mit dem französischen Präsidenten François Hollande nach Conakry, der Hauptstadt von Guinea, gereist und dann nach Macenta gefahren, einen ländlichen Bezirk im Waldgebiet des Landes, nahe dem Ort, wo der Ausbruch begann. In beiden Orten habe ich den zerstörerischen Einfluss des Virus aus erster Hand erfahren: Leiden, Angst, Verzweiflung und letztlich Tod. Sogar triviale Dinge bekamen plötzlich Bedeutung: Es wurden keine Hände mehr geschüttelt.

Die Wahrheit ist, dass sich der Ebola-Virus weiter ausbreitet – mit großer Geschwindigkeit. Zwar ist er in Liberia unter Kontrolle, aber nur in Liberia – und sogar dort gibt es keine Garantie dafür, dass es nicht zu einem neuen Ausbruch kommt.

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