Hundstage für den Superdollar

CAMBRIDGE -- Ist die Stellung der Vereinigten Staaten als weltbeherrschende Supermacht in Gefahr, falls der Dollar seinen Status als Superwährung verliert? Möglicherweise nicht, doch dürften die Amerikaner die globale Hegemonie, falls der Dollar abstürzt, mit Sicherheit sehr viel teurer zu stehen kommen.

Bisher haben die Amerikaner Gewinne eingestrichen, indem sie bei willfährigen Ausländern billige Kredite aufgenommen und das Geld in ertragsstarken ausländischen Aktien, Liegenschaften und Anleihen investiert haben. Zählt man die Kapitalgewinne mit, haben die Amerikaner hiervon in vielen der letzten Jahre einen Profit von zwischen 300 und 400 Milliarden Dollar jährlich erzielt – ein Betrag, der in etwa dem gesamten US-Militärhaushalt entspricht.

Der ehemalige französische Präsident Valéry Giscard d’Estaing hat sich einst in einer berühmt gewordenen Äußerung über Amerikas „exorbitantes Privileg“ beschwert. D’Estaing war erbost, dass die USA in der Lage zu sein schienen, die Welt mit Dollars und Dollarschulden zu überschwemmen, scheinbar ohne je den Preis dafür in Form höherer Inflation oder Zinsen zahlen zu müssen.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To access our archive, please log in or register now and read two articles from our archive every month for free. For unlimited access to our archive, as well as to the unrivaled analysis of PS On Point, subscribe now.

required

By proceeding, you agree to our Terms of Service and Privacy Policy, which describes the personal data we collect and how we use it.

Log in

http://prosyn.org/KpWHhHO/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.