Paul Lachine

Diplomatie 2.0

FLORENZ – Vor allem in Großbritannien und den Vereinigten Staaten wird viel darüber diskutiert, die Diplomatie für das 21. Jahrhundert neu zu erfinden. Sowohl US-Außenministerin Hillary Clinton als auch der Parteichef der britischen Konservativen, David Cameron, äußerten sich kürzlich über eine neue Synthese aus Verteidigung, Diplomatie und Entwicklung, wobei man anmerkte, dass die amerikanische und britische Außenpolitik in der jüngeren Vergangenheit den ersten Aspekt zu sehr auf Kosten der beiden anderen hervorhoben.

Unterdessen hat die Europäische Union einen neuen außenpolitischen Apparat installiert. Der Europäische Auswärtige Dienst (EAD), soll die gemeinsamen Interessen aller 27 EU-Mitgliedsstaaten vertreten. Zwar ist Kompetenzverteilung zwischen den neuen Euro-Diplomaten und den bestehenden nationalen Außenministerien noch unklar, aber der EAD ist dennoch ein Faktum.

Ähnliche Pläne für Asien und andere Regionen befinden sich größtenteils noch im Entwicklungsstadium, aber die Mitglieder von Organisationen wie dem ASEAN Regional Forum, der Afrikanischen Union und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit sprechen zumindest mit zunehmend ernsten Absichten über die Harmonisierung von Politikbereichen, die in ihrem gemeinsamen Interesse liegen.

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