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Ein digitaler Nixon-Schock?

PRINCETON – Wir nähern uns dem 50. Jahrestag des so genannten Nixon-Schocks, eines der entscheidendsten Brüche in der Geschichte der Geldpolitik. Am 15. August 1971 kündigte US-Präsident Richard Nixon in einer Fernsehübertragung an, er werde das „Goldfenster schließen“. Indem er die Konvertierbarkeit des Dollar in Gold (zu einem offiziellen Kurs von 35 Dollar pro Unze) beendete, kappte Nixon die Jahrtausende alte Verbindung zwischen Geld und Edelmetallen.

Dieses epochale Ereignis wirkt noch heute auf unheimliche Weise nach. Wie beispielsweise Nixon versucht hat, die Vereinigten Staaten aus ihrem langen, teuren und aussichtslosen Krieg in Vietnam zu befreien, hat US-Präsident Joe Biden nun Amerikas langen, teuren und aussichtslosen Einsatz in Afghanistan beendet.

Ebenso hatte Nixon in seiner Ansprache ein Maßnahmenprogramm mit Zielen angekündigt, die jenen der Biden-Regierung ziemlich ähneln. „Wir müssen mehr und bessere Arbeitsplätze schaffen“, sagte er, „wir müssen den Anstieg der Lebenshaltungskosten aufhalten, und wir müssen den Dollar vor den Angriffen internationaler Geldspekulanten schützen.“

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